Deja-vu: Geschändet und gebrandmarkt von Reinhard Berk

Reinhard Berk veröffentlicht seit 2008 Bücher. In seinen ersten beiden Werken geht es um seine persönlichen Erfahrungen, seiner Alkoholtherapie („Parabolica“) und den Verlauf seiner Krebserkrankung („Boxenstopp“) Der Thriller „Geschändet und gebrandmarkt“ ist eine Fortsetzung des Thrillers „Missbraucht„. Die Handlung ist jedoch so konzipiert das man nicht unbedingt auch den ersten Teil gelesen haben muss, um die Geschichte zu verstehen. Wäre jedoch schöner gewesen um noch besser in die Geschichte einzutauchen. Aber jetzt den ersten Teil nach dem zweiten Teil zu lesen finde ich doof, zumal ich ja weiß wie die Menschenhändler-Geschichte endet…

Das Team der Koblenzer Mordkommission stößt nach dem Fund einer weiblichen Leiche bei ihren Ermittlungen auf einen internationalen Mädchenhändlerring. Kommissar Mees und seine Kollegin bemerken recht schnell, dass es etwas mit einem ihrer Fälle aus der Vergangenheit (ersten Teil „Missbraucht“) zu tun hat. Ihre Gegner sind jedoch skrupellos und brutal und ihnen immer einen Schritt voraus.

Ich finde den Schreibstil von Reinhard Berk sehr flüssig, das Buch hat sich angenehm lesen lassen und war an keiner Stelle langweilig. Es geht um Mädchenhandel und Prostitution. Eine Organisation bekommt Hinweise, wo es besonders arme Familien gibt, den Familien wird dann eine große Modellkarriere der Töchter prophezeit und die Töchter werden ihnen voller Hoffnung auf ein besseres Leben anvertraut. Was danach folgt, ist ein Albtraum für diese armen Mädchen und der Absturz in die Drogenabhängigkeit bzw. in den Tod. Sie verlieren ein paar Stunden später ihre Würde, ihr Wille wird gebrochen und sie geraten in die Drogenabhängigkeit.

Der Autor schafft es geschickt zwischen all der Brutalität auch ein wenig Witz in die Geschichte zu bringen. Ich hatte das Gefühl auf einer Achterbahn der Gefühle zu sein. Könnte es so einen Sumpf in der realen Welt geben, ein Sumpf der bis in die höchsten politischen Ebenen geht? Vorstellbar wäre es…

Es soll in Zukunft noch einen dritten Teil geben, ich bin schon gespannt wie die Geschichte mit Kommissar Mees und seiner Kollegin Sandra Götze weiter geht. 

 

Ein Gedanke zu „Deja-vu: Geschändet und gebrandmarkt von Reinhard Berk

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