Auto oder kein Auto…die Frage der Woche

Das war in der Tat die Frage der letzten Woche. Vor einigen Jahren haben wir unseren PKW verkauft, in der Stadt braucht man normalerweise keinen und für den Urlaub haben wir uns ständig schicke Autos geliehen, die sogar noch fast neu waren. Das hat sehr gut geklappt und wir haben uns auch damit sehr wohlgefühlt.

Da ich vor einigen Jahren auf öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad umgestiegen bin, mein Göttergatte sowieso ständig mit dem Fahrrad fährt und sich nur in absoluten Ausnahmefällen seiner Fahrgemeinschaft anschließt, kam irgendwann die Frage auf, was machen wir mit unserem Auto. Es stand auf seinem Einstellplatz, wurde nach dem Urlaub geputzt und eingepackt und dann stand es dort und wartete auf den nächsten Urlaub. Der TÜV Beamte schaute ziemlich irritiert und meinte, wenn wir mit dem Auto nicht fahren, dann würde der Flugrost an den Bremsen immer mehr zunehmen und es würde auf diese Art und Weise nicht mehr lange halten. Okay….also Auto weg….frei nach dem kölschen Motto: fott domet…..bruche mer net!

Jetzt bleibt aber ja nicht immer alles so wie es ist. Mir geht das Radfahren in Köln mittlerweile sehr auf die Nerven. Morgens früh zur Arbeit ist alles noch okay….kein Wunder…ich fahre in dem Zeitraum von 05.30 Uhr und 06.30 Uhr. Aber am Nachmittag….. das ist wirklich mittlerweile die Hölle. Gefühlt ist ganz Köln eine Baustelle, ständig werde ich auf die Straße umgeleitet, was natürlich die Autofahrer nicht sehr freut. Vor allen Dingen weil ich ja nicht die einzige Radfahrerin bin, die auf die Straße ausweichen muss. Die Radfahrer in Köln nehmen auch rasant zu. Das ist ein sehr gutes Zeichen…wenn denn auch mal die Stadtplaner den vielen Radfahrern etwas mehr Platz einräumen würden. Ich habe aber das Gefühl genau das Gegenteil passiert. Ich fahre seit ungefähr 25 Jahren mit dem Rad durch Köln und habe es noch nie als so nervend und gefährlich empfunden. Selten bin ich im Sommer so häufig auf die öffentlichen Verkehrsmittel ausgewichen als in diesem Jahr.

Womit wir bei den öffentlichen Verkehrsmitteln sind. Ich liebe es mit der Bahn zu fahren, sowohl in Urlaub als auch durch die Stadt. ABER…. auch hier wird es immer voller. Mein Weg führt von Braunsfeld nach Kalk, eigentlich ganz easy…..einsteigen….aussteigen… 5 Minuten Fußweg und rein ins Bürohaus. Jetzt wird aber natürlich auch in Kalk gebaut….. nach zig Jahren ein U-Bahn-Aufzug, endlich können auch Behinderte an dieser Haltestelle ein- und aussteigen. Ist schon schändlich genug das es jahrelang nicht so war. Diese Baustelle ist direkt vor dem Einkaufszentrum, den Köln Arcaden in Kalk. Aber nicht nur das, vor den Köln Arcaden ist auch noch eine große Außengastronomiefläche, und diese ist stark besucht. Es ist mir zwar unverständlich das man in diesem Chaos an Baustelle und Menschenmassen und Enge gemütlich Kaffee trinken kann, aber mit der Meinung stehe ich in Kalk wohl alleine da. Freie Sitzplätze sind dort Mangelware.

Durch dieses Chaos muss ich durch, um in die U-Bahn zu gelangen. Die U-Bahn Haltestelle ist eingeengt, weil dort ja der Aufzug gebaut wird (siehe oben). Und da es viele Menschen gibt, die von Kalk in die Innenstadt fahren, muss ich nicht erwähnen was da los ist. Es hilft nix….rein in die proppenvolle Bahn und ab durch die Stadt…. Direkt hinter der Innenstadt wird es in der Bahn dann etwas gemütlicher…..bis an der Haltestelle Melaten Kinder von drei Schulen die Bahn „stürmen“. Mittlerweile stehen an der Haltestelle Aufpasser, damit kein Kind in die Gleise fällt. Wie man an drei Schulen eine so enge Haltestelle bauen konnte, ist mir ein Rätsel. Und die armen Kinder haben ja nicht mehr nur einen kleinen Ranzen…die armen Pänz müssen richtig Gepäck mit in die Schule schleppen. Meistens sind die Ranzen größer als die Kinder selbst. Das kann einem echt leidtun.

Was also tun? Doch wieder ein Auto kaufen? Und wenn ja welches? Um auszuprobieren, wie es überhaupt mit dem Auto verkehrstechnisch klappt, haben wir nach unserem Wanderwochenende den Mietwagen von Europcar eine Woche länger gemietet und ich bin dann mit dem Auto zur Arbeit gefahren.


Wir hatten einen Ford Fiesta ST 1,6 Eco Boost, nicht zu groß für die Stadt und trotzdem komfortabel. Schon nach dem ersten Tag stand für mich fest: das will ich jetzt immer! Es war so entspannend morgens ins Auto zu steigen, Musik an, in 15 Minuten wieder aussteigen und ab ins Büro. Nachmittags waren es dann 20-25 Minuten, aber genauso entspannend. Der Fairness halber muss ich aber auch sagen das ich Gleitzeit habe. Morgens um 05.45 Uhr ist natürlich noch wenig auf den Straßen los und nachmittags um 14.45 Uhr / 15 Uhr ebenfalls. Von daher habe ich in der vergangenen Woche nicht zu den staugeplagten Autofahrern gehört.

Wie es dann weiterging mit dem Versuch, wieder mobil aufs Auto umzusteigen könnt ihr hier in den nächsten Tagen lesen…. ich habe jetzt eine Probefahrt….. 😀😎

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Auto oder kein Auto…die Frage der Woche

  1. Pingback: Molli´s Wochenrückblick 41. KW 2017 | Mollistricktundradelt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s