Lesewoche #35

Diesen Freitag nehme ich das erste mal an der Lesewoche von Unendliche Geschichte von Johnni teil. Mal sehen ob ich wöchentlich genug Lesestoff habe um an dieser Aktion dauerhaft mitzuwirken. Die Lesewoche ist eine Mitmachaktion für Blogger und Leser. Es werden fünf Fragen über das Leseverhalten beantwortet. Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen.

1. Hattest du in der vergangenen Woche viel Zeit und Lust zu lesen?

Viel Zeit hatte ich nicht zum Lesen, aber ich habe mir die Zeit genommen.

2.Welches Buch / welche Bücher hast du in der vergangenen Woche gelesen und war ein besonderes Highlight dabei?

Ich habe von Petra Hammesfahr „Fremdes Leben“ gelesen und fand es einfach grandios (hier meine Rezension zu dem Buch)

3.Welchen Beitrag, den du in der vergangenen Woche auf deinem Blog veröffentlicht hast, möchtest du deinen Lesern besonders empfehlen?

Ich würde meinen Lesern den Wochenrückblick empfehlen, da gibt es eine Zusammenfassung meiner Aktivitäten.

4.Wie sehen deine (Lese-) Pläne für das Wochenende und die kommende Woche aus?

Ich habe das Buch Frühlingsglück und Mandelküsse von Emilia Schilling von RandomHouse bekommen, das hört sich nach einer wunderschönen Geschichte an.

5.Welche Bücher mochtest du als Kind besonders gerne?

Ich habe Hanni und Nanni geliebt!

6.(Zusatzfrage für den 12.1.17) Was war dein Buchhighlight 2017?

Mein Buchhighlight 2017 war „Strandgut“ von Benjamin Cors. Hier meine Rezension zu dem Buch.

Und ihr so?

Ein schönes Wochenende und viel Spaß bei eurer Lektüre.

„Fremdes Leben“ von Petra Hammesfahr

Zitat Klappentext: „“Mach sie tot, mach sie tot!“ Mit diesen Worten im Kopf erwacht eine Frau auf einer Intensivstation. Doch wer hat das gesagt? War sie gemeint? Wer ist sie überhaupt? Fast zwei Jahre soll sie im Koma gelegen haben, doch sie weiß nichts mehr. Den Mann, der sie mit Claudia anspricht und sich als ihr Ehemann Carsten Beermann vorstellt, kennt sie nicht. Auch der erwachsene Sohn, der von seiner leidvollen Kindheit erzählt, ist ihr fremd. Erst als sie sich an einen kleinen Jungen erinnert, der in einer brennenden Wohnung nach seiner Mutter ruft, keimt in ihr ein entsetzlicher Verdacht …“ Zitatende

In der Vergangenheit habe ich schon einige Bücher von Petra Hammesfahr gelesen und wurde nie enttäuscht. Ihre Bücher sind spannend bis zum Schluss. Als ich auf der Seite von Random House eine Leseprobe von „Fremdes Leben“ fand, stand für mich fest, das ich dieses Buch lesen muss. Der Klappentext versprach eine spannende Lektüre.

Claudia Beermann wacht im Krankenhaus auf und erfährt, das sie viele Monate als Komapatientin in einer Pflegeeinrichtung verbracht hat. Nachdem sie sich angeblich eine Kanüle aus dem Hals gezogen hat und fast gestorben wäre, hat man sie, mehr tot als lebendig, ins Krankenhaus gebracht. In ihrem Kopf herrscht ein heilloses Durcheinander, der Körper abgemagert und das Gesicht entstellt. Sie kann sich nicht daran erinnern, dass sie Claudia Beermann ist, denkt anfangs die Ärzte verwechseln sie. Nach und nach kommen bruchstückhafte Erinnerungen, die sie aufwühlen und ängstigen. Ist sie eine Mörderin? Sollte sie in der Pflegeeinrichtung umgebracht werden? Wollte ihr Ehemann, von dem sie seit Jahren getrennt lebt oder seine neue Freundin, die eifersüchtig auf sie ist, loswerden? Sie versucht mit aller Macht die leeren Löcher in ihrem Kopf zu füllen und durchlebt ein Chaos an Gefühlen.

Ich muss ehrlich gestehen, ich war kurz davor, das Buch aus den Händen zu legen. Anfangs fand ich es sehr spannend, aber zur Mitte des Buches wurde ich immer ungeduldiger. Die Versuche von Claudia, die Puzzleteilchen in ihrem Kopf sinnvoll zusammenzufügen fand ich zäh, es wurden viele Gedanken wiederholt und ich fand einiges sehr merkwürdig. Warum recherchierte niemand im Internet? Hätte sie einen Mord begangen, so wäre das doch gewiss in den Schlagzeilen gewesen. Vielleicht war genau diese ganze Unlogik der Grund, warum ich das Buch dann doch weiter gelesen habe. Und was soll ich euch sagen: Es wurde immer spannender und ich bin sehr froh, dass ich es nicht zur Seite gelegt habe. Nachdem ich meine Gedanken warum und weshalb dieses und jenes nicht gemacht wird zur Seite geschoben und mich einfach nur auf die Geschichte eingelassen habe, wurde es ein richtig spannendes Buch und ich fieberte auf jeder Seite mit Claudia mit, um zu erfahren, was wirklich passiert ist. Man wird immer wieder in die Vergangenheit geführt, wie Claudia als kleines Mädchen bei ihrer Großmutter war, wie sie mit Freddy, einem Kinderfreund, immer Indianer gespielt hat und wie ihre Mutter aus ihr ein Püppchen gemacht hat. Wie ihr Vater sich mit dem Auto umbrachte und wie sich dadurch vieles veränderte. Auf den letzten Seiten nahm das Buch dann noch einmal so richtig Fahrt auf. So wie ich es von Hammesfahr Romanen gewohnt bin.

Mein Fazit: Absolut empfehlenswertes, spannendes Buch. Es ist ganz anders, als die Bücher die ich bisher von Petra Hammesfahr gelesen habe und ich hatte irgendwann Probleme, mich darauf einzulassen. Als mir das aber gelang, wurde es eine tolle und spannende Geschichte mit einem Schluss, den ich so nicht erwartet hätte.

Camilla Läckberg -Die Eishexe-

Pünktlich zu Weihnachten bekam ich von „Vorablesen“ das Exemplar „Die Eishexe“ von Camilla Läckberg zugeschickt und durfte es vor Erscheinungsdatum am 2.1.2018 lesen. Es ist bereits der 10. Krimi von der erfolgreichsten Schriftstellerin Schwedens Camilla Läckberg, der sich um Hauptkommissar Patrik Hedström und seiner Frau, der Schriftstellerin Erika Falck, dreht. Für mich war es der erste Roman von Camilla Läckberg und ich war dementsprechend gespannt wie er mir gefällt.

Ich zitiere den Klappentext:

„Zitatanfang “ Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord.

Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erika Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen. „Zitatende“

Auf den ersten Seiten werden über fast alle Personen ein paar kurze Sätze geschrieben. So war es mir ohne Probleme möglich, die Personen zuzuordnen, ohne das ich vorher die anderen neun Krimis kannte. Das fand ich sehr positiv. Der Krimi wechselt zwischen dem Mord von vor 30 Jahren, dem neuen Verschwinden eines Kindes in der Gegenwart und dem 17. Jahrhundert. Die Geschichte des 17.Jahrhundert, wo es hauptsächlich um Hexenverfolgung geht, hat mir nicht gefallen. Vor allen Dingen waren mir die Foltermethoden zu brutal beschrieben und den neuen Fall mit einer Verwünschung aus dieser Zeit zu verknüpfen, fand ich ziemlich weit hergeholt.

Allerdings ist das auch schon der einzige Kritikpunkt den ich habe. Ich fand das Buch sehr spannend, das sieht man schon daran, dass ich die 739 Seiten in drei Tagen gelesen habe. Der Schreibstil von Camilla Läckberg hat mir auch gut gefallen, die schwedischen Namen und Orte waren anfangs gewöhnungsbedürftig, aber dieses Problem habe ich mit allen skandinavischen oder französischen Romanen. Liegt also nicht an den Schriftstellern.

Es wurden allen Personen in dem Buch Räume gegeben. Ich hatte ein genaues Bild vor Augen, wer mit wem verwandt ist, wer mit wem in welchem Verhältnis steht und wie die einzelnen Personen zueinander stehen. Dann wurde für mich der Spannungsbogen durch das ganze Buch sehr hoch gehalten. Auch das immer wieder über den alten Fall von vor 30 Jahren berichtet wurde, hat mir sehr gut gefallen. Wie die zwei Kinder damals den Mord gestanden, die Polizei sich nicht wirklich die Mühe machte, dieses Geständnis zu prüfen und als dem damaligen Kommissar Zweifel kamen, war es schon zu spät. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich erst ziemlich am Schluss einen Verdacht hatte, wer der Mörder ist.

Natürlich gab es auch diese Ungereimtheit mit dem Selbstmord des früheren Kommissars. Dass er sich als Linkshänder die Pistole an die rechte Schläfe hält um Selbstmord zu verüben hätten schon auffallen müssen. Aber gut, vielleicht sollte auch aufgezeigt werden das niemand unfehlbar ist.

Mein Fazit: Ich fühlte mich mehr als nur gut unterhalten, im Gegenteil, das Gefühl „nur noch ein Kapitel“ war zeitweise sehr stark und ich habe auch etwas wenig Schlaf bekommen. Die anderen Bücher möchte ich auf jeden Fall auch noch lesen, am besten vom ersten Band an. Mich interessiert einfach, wie haben sich Patrik und Erika kennengelernt und wie kamen die anderen Personen hinzu. Auch kann dieses Buch ohne Vorkenntnisse der anderen neun Bücher gelesen werden. Auf den ersten Seiten wird der Leser sehr gut informiert und die Geschichten sind ja alle für sich abgeschlossen. Wenn ihr gerne Krimis lest, kann ich euch diese Schriftstellerin und auch dieses Buch sehr empfehlen.

„Dominotod“ von Jonas Moström

Bei Vorablesen.de habe ich den Krimi „Dominotod“ von Jonas Moström gewonnen, durfte ihn vorablesen und rezensieren. Hier könnt ihr nachlesen wie er mir gefallen hat:

„Dominotod“ von Jonas Moström

Es handelt sich um den zweiten Krimi rund um Nathalie Svensson. Die Leseprobe hatte mich sehr gefesselt und ich habe mich gefreut, das ich das Buch gewonnen und vorab-lesen durfte.

Ein Arzt wird ermordet aufgefunden, mit einem Dominostein im Hals. Ein zweiter Arzt wurde entführt und wird nun mit Hochdruck gesucht. Vor allen Dingen, da er ein sehr guter Freund von dem ermittelnden Kommissar Johan Axberg ist. Nathalie Svensson, eine Psychiaterin und Profilerin, wird mit ihrem Team hinzugezogen, um ein Profil des Täters zu erstellen und Johan Axberg zu unterstützen. Die Schwester von Nathalie war nicht nur die Geliebte des verschwundenen Arztes, sie hat ihn auch kurz vor seinem Verschwinden gesehen. Wie soll sich Nathalie nun verhalten, gerät ihre Schwester doch immer mehr zur Verdächtigen. Und warum lügt sie sie an? Dazu kommen noch die eigenen privaten Probleme um das Sorgerecht ihrer Kinder, die Nathalie umtreiben. Die Ermittler geraten immer mehr unter Druck und arbeiten fieberhaft daran, den Mörder oder die Mörderin zu finden.

Ich fand das Buch sehr flüssig geschrieben, wer der Mörder ist war irgendwann klar, aber trotzdem blieb der Spannungsbogen für meinen Geschmack ganz gut erhalten. Es war mein erstes Buch von Jonas Moström, jedoch werde ich den ersten Teil des Nathalie-Svensson-Krimis „So tödlich nah“ noch lesen. Wahrscheinlich erklären sich dann einige Passagen bei „Dominotod“, die auf den ersten Teil bezogen waren. Allerdings fand ich nicht, dass man zwingend den ersten Teil gelesen haben muss, um den zweiten Teil zu verstehen. Alles in allem fühlte ich mich sehr gut unterhalten, die Erklärung am Anfang des Buches, welcher Name zu welcher Person gehört, fand ich sehr hilfreich. Es ist ein solider Krimi, der sich flüssig lesen lässt.

 

Strandgut von Benjamin Cors

Vor einigen Wochen habe ich auf Sanne´s  Blog Wortgestalten eine Rezension über das neue Buch von Benjamin Cors Gezeitenspiel gelesen. Mich hat die Geschichte sofort fasziniert, jedoch wollte ich lieber mit dem ersten Teil der Geschichte rund um Personenschützer Nicolas Guerlain beginnen und habe mir deshalb das erste Buch „Strandgut“ gekauft.

Strandgut ist ein Debütroman von Benjamin Cors, der viele Jahre als politischer Fernsehjournalist für die ARD Tagesschau, die ARD Tagesthemen und den Weltspiegel berichtete. Heute arbeitet er für den SWR. Die weiteren Romane rund um Nicolas Guerlain sind „Küstenstrich“ und „Gezeitenspiel„.

Für mich ist es das erste Buch, was in Frankreich spielt. Anfangs habe ich mich mit den Namen der Protagonisten und auch mit der verschiedenen Ortsnamen sehr schwer getan. Hin und wieder musste ich zurückblättern und Passagen erneut lesen. Der Schreibstil von Benjamin Cors ist sehr detailgetreu, er beschreibt Orte und Begegnungen sehr konkret. Wenn er z.B. über Kaffee oder Croissants schreibt, habe ich das Gefühl Kaffee und Croissants zu riechen. Mir hat das sehr gut gefallen. Man merkt beim Lesen, das der Autor als Deutsch-Franzose aufgewachsen ist und dieses Land sehr liebt. Die Schauplätze wurden sehr genau beschrieben, das Flair kommt beim Lesen sehr gut rüber und auch wenn ich bisher wenig Interesse an Frankreich hatte, Benjamin Cors hat mich neugierig gemacht.

Es werden immer wieder die Schauplätze gewechselt, als Leser wird man immer wieder auf eine falsche Fährte geführt und dadurch fand ich die Geschichte unglaublich rasant.

Zum Inhalt:

Das Buch beginnt mit einem Rückblick auf das Jahr 1967. Der Croupier Antoine Bazin wird Zeuge einer Misshandlung und erkennt dabei einen Gast des Casinos wieder. Kurze Zeit später wird er erschlagen.

Fast 50 Jahre später fällt der Fotograf Jean Carasso während der Fotoaufnahmen, die er für ein Pariser Label machen soll, von Bord der Hirondelle de la Mer, dem Boot seines Freundes Andre Dumarc. Nur seine Leiche wird nie gefunden…

Fast zeitgleich verletzt der Personenschützer Nicolas Guerlain bei einem öffentlichen Auftritt in Cannes die Person, die er eigentlich schützen soll: den Minister Francois Faure. Nach diesem Vorfall wird Nicolas in seinen Heimatort Deauville, wo ein internationaler Gipfel stattfinden soll, versetzt. Nicolas soll der dortigen Polizei mit seinem Wissen über die Sicherheitsvorkehrungen zur Seite stehen. Niemand ist darüber begeistert. Vor allen Dingen nicht, nachdem Nicolas kurz nach seiner Ankunft eine Hand am Strand findet, zeitgleich verschwindet aus einem Hotel ein Gast und es wird eine Leiche gefunden, die jedoch nicht Jean Carasso ist. Und das passiert alles kurz vor dem wichtigen Gipfel, wo die Welt auf Deauville schaut. Nicolas bekommt die Praktikantin Claire zur Seite gestellt. Diese ist nicht nur lebhaft, sie ist auch erfrischend respektlos. Die beiden beginnen nun mit ihrer Suche nach der Wahrheit.

Für Nicolas ist es auch eine Reise in die Vergangenheit. In Deauville lebt noch seine recht anstrengende Mutter, die eine Nobelboutique in einem Luxushotel betreibt und sehr viel Wert auf ihr Ansehen legt.  Nicolas sucht immer noch nach seiner vor drei Jahren verschwundenen Lebensgefährtin Julie. Immer wieder scheint er ihr zu begegnen oder ist es nur eine Wunschvorstellung? Warum verschwand sie so plötzlich? Auch diese Frage lässt ihn nicht los.

Hängt etwa alles mit den Vorfällen von vor 50 Jahren zusammen? Hat die Vergangenheit mit der Gegenwart zu tun?

 

Fazit:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich freue mich schon auf den zweiten Teil und bin gespannt, wie es mit Nicolas weiter geht. Der Schreibstil von Benjamin Cors ist für mich vollkommenes Neuland und ich habe das Buch nicht „einfach so“ in einem Rutsch lesen können. Das lag auch an den vielen (für mich) fremden Namen und Ortsnamen. Vielleicht mache ich mir beim nächsten Buch einen kleinen Spickzettel….. 🙂

Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte fasziniert, jedoch erst am Schluss wird dem Leser klar, wie die Vergangenheit und die Gegenwart zusammen hängen. Ich hätte mit diesem Verlauf der Geschichte nicht gerechnet und kaum hatte man sich von der Enthüllung erholt, wird die Spannung noch einmal erhöht, indem minutiös über den Gipfel berichtet wird. Ständig wartet man darauf, das etwas passiert. Ich muss gestehen, das ich traurig war als ich nur noch ein paar Seiten zu lesen hatte, andererseits wurde ich immer schneller beim Lesen, um zu erfahren was denn nun noch passiert.

 

 

 

 

 

Ein Hauch von Liebe von Melina D´Angeli

Von Melina D´Angeli habe ich im letzten Jahr schon die drei Bücher „Küssen kann man nicht alleine“ gelesen und sie haben mir gut gefallen. Keine anspruchsvollen Bücher, aber als Urlaubslektüre oder einfach mal so zum Abschalten waren sie durchaus geeignet.

Nun bekam ich „Ein Hauch von Liebe“ als EBook kostenlos von Amazon, machte es mir mit meiner Erkältung auf der Couch gemütlich und tauchte in die Welt von Caro und Matthew ein.

Caro arbeitet als Redakteurin bei einem Yellow Press Magazin und hat das Gefühl, ihr Leben gleitet ihr aus den Händen und wird fremdbestimmt. Vor sechs Monaten verstarb ihr Vater, die Mutter engt sie mit ihrer Fürsorge ein und erwartet das Caro ständig für sie da ist, und über ihren schwerbehinderten Bruder macht sie sich auch viele Gedanken und Sorgen.

Da kommt ihr das Angebot ihres Chefs sehr gelegen, sie soll in Los Angeles den erfolgreichen Schriftsteller Matthew Pullman interviewen. Dieser hat jedoch seit Wochen eine Schreibblockade, ist ein Eigenbrötler und gilt als extrem schwieriger Zeitgenosse.

Ein erstes Treffen geht gründlich in die Hose, Caros´s Chef Eric möchte, das sie wieder nach Deutschland zurückkommt. Jedoch will Caro nicht einfach so aufgeben und startet einen neuen Versuch, diesmal erfolgreicher. Caro gelingt es, das Matthew sich ihr öffnet. Er leidet immer noch sehr unter dem Tod seines Vaters von vor sechs Jahren, genau wie Caro noch unter dem Tod ihres Vaters leidet. Zwischen beiden entsteht eine vorsichtige Vertrautheit und Freundschaft die einen „Hauch von Liebe“ beinhaltet.

Fazit: An dem Buch hat mir sehr gut gefallen, das es eben mal keine „normale“ Liebesgeschichte ist, das Ende bleibt nämlich offen und wer Liebesszenen mit Matthew erwartet, wird enttäuscht. Es geht hier eher darum, wie schnell wir uns selbst vergessen, wenn wir zu sehr andere Menschen in den Fokus und uns selbst hintenan stellen. Wie plötzlich klar werden kann, dass die „Freundin“ in Krisenzeiten doch keine wirkliche Freundin ist, sondern (wie im Fall von Caro) nur eine Arbeitskollegin. Das Oberflächlichkeit oft unser Leben bestimmt. Auch die Gedanken von Caro über unser Krankheitssystem, über die überforderten Pflegekräfte, die vollkommen unterbezahlt sind, fand ich gelungen. Ich finde, das Buch ist sehr feinfühlig geschrieben, ich habe oft geschmunzelt, hatte aber auch hin und wieder Tränen in den Augen. Es ist sicherlich keine anspruchsvolle Lektüre, die habe ich aber auch nicht erwartet. Allerdings habe ich anfangs auch nicht mit so einem Verlauf der Geschichte gerechnet. Ich bin gespannt ob es eine Fortsetzung von Caro und Matthew geben wird.

Tote Tunte von Jutta Profijt

Bei Lovelybooks habe ich das E-Book von Jutta Profijt gewonnen und hier möchte ich euch darüber berichten wie es mir gefallen hat.

Die Geschichte spielt in Köln, das hat mich als Kölnerin natürlich sehr interessiert. Über Köln gab es dann aber weniger zu lesen, mehr über Morde, versuchte Morde und Tunten. Okay…so lautet ja auch der Titel des Buches. Maxime wacht nach einem versuchten Mordanschlag auf und steckt im Körper einer Tunte. Er ist sich ziemlich sicher das er nicht schwul ist und schon gar keine Tunte, aber er hat bei dem Anschlag sein Gedächtnis verloren. Lilo, mit dem er zusammen lebt, kann es nicht fassen. Das ist nicht die Maxime die er liebt. Maxime verhält sich kalt, abschätzend und überhaupt nicht verliebt ihr (ihm) gegenüber. Maxime hat ein Travestie Variete in dem er in einer Show als Hauptdarsteller auftritt. Alles das erfährt er von Lilo und dem Kommissar, der das Verbrechen an Maxime und an dem Türsteher Richy, der leider den Mordanschlag nicht überlebt hat, aufklären möchte. Kurzerhand macht sich Maxime selbst auf die Suche nach seinem Mörder. Je tiefer er gräbt, desto mehr erfährt er über Korruption und Klüngel. Ich musste an diesem Stellen häufig grinsen, ein Schelm wer Böses dabei denkt. In Köln ist doch niemand korrupt….und Klüngel gibt es bestimmt in jeder Stadt, aber noch nicht in Köln…. 🙂  Jedenfalls kommt Maxime den Übeltätern auf die Schliche und hat es letztendlich Lilo zu verdanken, das nicht doch noch ein Mord an ihm verübt wird. Mehr möchte ich jetzt nicht verraten um nicht die ganze Spannung zu nehmen.

Mir hat das Buch bis zum Schluss ganz gut gefallen, der Schreibstil war flüssig, die Geschichte ganz nett. Ich habe oft geschmunzelt wenn Lilo als Dramaqueen agierte, Maxime ziemlich schnodderig mit ihr umging und überhaupt nichts mit dem ganzen Tuntendasein zu tun haben wollte. Es waren einige witzige Sprüche in dem Buch bei denen ich wirklich herzhaft gelacht habe. Ich selbst hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht, etwas mehr Ernsthaftigkeit und nicht so viele schnodderige Sprüche von Maxime. Das Ende hat mir jedoch überhaupt nicht gefallen. Klar, es war vollkommen überraschend, das hat es für mich aber nicht besser gemacht. Ich war froh das ich das Buch geschenkt bekommen habe, ansonsten hätte ich mich sehr geärgert. Habe ich irgendwo überlesen das es so kommen könnte? Hätte ich vielleicht die Autorin googeln sollen, dann wäre es mir vielleicht klar geworden. Habe ich aber nicht gemacht. War im Nachhinein auch gut so, ansonsten hätte ich das Buch gar nicht erst gelesen und mir wären viele Lacher entgangen. So bin ich vollkommen unvoreingenommen an das Buch heran gegangen und das war auch gut so.

Deja-vu: Geschändet und gebrandmarkt von Reinhard Berk

Reinhard Berk veröffentlicht seit 2008 Bücher. In seinen ersten beiden Werken geht es um seine persönlichen Erfahrungen, seiner Alkoholtherapie („Parabolica“) und den Verlauf seiner Krebserkrankung („Boxenstopp“) Der Thriller „Geschändet und gebrandmarkt“ ist eine Fortsetzung des Thrillers „Missbraucht„. Die Handlung ist jedoch so konzipiert das man nicht unbedingt auch den ersten Teil gelesen haben muss, um die Geschichte zu verstehen. Wäre jedoch schöner gewesen um noch besser in die Geschichte einzutauchen. Aber jetzt den ersten Teil nach dem zweiten Teil zu lesen finde ich doof, zumal ich ja weiß wie die Menschenhändler-Geschichte endet…

Das Team der Koblenzer Mordkommission stößt nach dem Fund einer weiblichen Leiche bei ihren Ermittlungen auf einen internationalen Mädchenhändlerring. Kommissar Mees und seine Kollegin bemerken recht schnell, dass es etwas mit einem ihrer Fälle aus der Vergangenheit (ersten Teil „Missbraucht“) zu tun hat. Ihre Gegner sind jedoch skrupellos und brutal und ihnen immer einen Schritt voraus.

Ich finde den Schreibstil von Reinhard Berk sehr flüssig, das Buch hat sich angenehm lesen lassen und war an keiner Stelle langweilig. Es geht um Mädchenhandel und Prostitution. Eine Organisation bekommt Hinweise, wo es besonders arme Familien gibt, den Familien wird dann eine große Modellkarriere der Töchter prophezeit und die Töchter werden ihnen voller Hoffnung auf ein besseres Leben anvertraut. Was danach folgt, ist ein Albtraum für diese armen Mädchen und der Absturz in die Drogenabhängigkeit bzw. in den Tod. Sie verlieren ein paar Stunden später ihre Würde, ihr Wille wird gebrochen und sie geraten in die Drogenabhängigkeit.

Der Autor schafft es geschickt zwischen all der Brutalität auch ein wenig Witz in die Geschichte zu bringen. Ich hatte das Gefühl auf einer Achterbahn der Gefühle zu sein. Könnte es so einen Sumpf in der realen Welt geben, ein Sumpf der bis in die höchsten politischen Ebenen geht? Vorstellbar wäre es…

Es soll in Zukunft noch einen dritten Teil geben, ich bin schon gespannt wie die Geschichte mit Kommissar Mees und seiner Kollegin Sandra Götze weiter geht. 

 

Willige Opfer von Harry Hold

Bei Amazon gab es letzte Woche das Buch „Willige Opfer“ von Harry Hold zum kostenlosen Download. Es ist die erste Folge einer Sex and Crime Serie. Die Handlung spielt in Frankfurt, dort treibt ein Serienverbrecher sein Unwesen und das Team um Esther Streit versucht diese Serie zu stoppen. Esther Streit arbeitet mit dem Journalisten Jörg Rock zusammen, beide geben sich gegenseitig Informationen und haben nebenher noch ein sexuelles Verhältnis miteinander. Allerdings ist auch die neue Staatsanwältin scharf auf den Journalisten und als er sie um einen Gefallen bittet lässt er sich im Gegenzug auch mit ihr auf ein sexuelles Abenteuer ein. Nun ja….der Titel besagte ja schon alles. Die Morde sind ziemlich bestialisch und blutrünstig, die Protagonisten alle gutaussehend und willig. Die Unterhaltung ist durchaus vorhanden, jedoch ziemlich schnell vorhersehbar wie sich der Mörder verraten wird und  Was die Erotik betrifft fand ich es gewollt und nicht gekonnt. Aber das mag auch an mir liegen, ich fand Fifty Shades of Grey auch eher unerotisch. Für zwischendurch war es ganz gut, ließ sich schnell runterlesen, aber einen zweiten oder dritten Teil brauche ich dann doch nicht.

Liebe Macchiato von Eva Nordmann

In dem Roman (ich habe ihn als EBook gelesen) geht es um Freya die in einem italienischen Cafe arbeitet und von ihrem sizilianischen Chef als Barista ausgebildet wird um die deutsche Baristaweltmeisterschaft zu gewinnen. Dann allerdings verkauft Lorenzo das Cafe, Freya wird zwar übernommen, aber mit billigem Maschinenkaffee und gehetzten Menschen fühlt sie sich mehr als unwohl.

Es folgen Liebesirrungen und Wirrungen….es wird ganz viel über Kaffee geschrieben. Mir hat die Beschreibung der Zubereitung sehr gut gefallen, ich fand das hat die Autorin wunderbar beschrieben. Mit wie viel Liebe man Kaffee zubereiten kann, da bekam ich glatt ein schlechtes Gewissen weil ich hin und wieder Kapselkaffee trinken. Sofort wurde der italienische Espressokocher aus dem Schrank genommen und benutzt. J

Das Buch ist leicht zu lesen, hat nicht allzu viel Anspruch weil es sehr vorhersehbar ist, trotzdem hat es mir gut gefallen. Hin und wieder mag ich solche leichten Bücher die ich in einem Rutsch durchlesen kann.