Auto oder kein Auto…die Frage ist beantwortet

Nachdem in der letzten Woche die Frage aufkam ob wir uns wieder ein Auto kaufen sollen oder nicht, gestaltete sich die Woche als sehr turbulent.

Gefühlt habe ich die Woche über nur in Autohäusern verbracht, Prospekte durchgeschaut und im Internet PKW Konfigurationen erstellt. Letztendlich haben mich zwei Autos besonders angesprochen: der neue Nissan Micra und der neue Ford Fiesta. Vom Aussehen gefallen mir beide Autos sehr gut, die Angebote lagen preislich auch nicht sehr viel auseinander, nun kam es auf die Probefahrten an.

Samstag hatte ich um 9 Uhr einen Termin im Autohaus Dirkes und fuhr dann mit einem apfelgrünen Micra vom Hof. In die Farbe hatte ich mich sofort verliebt, für mich spielt halt das Äußere auch eine große Rolle.

Der Micra ließ sich sehr schön fahren, lediglich beim Anfahren an den Ampeln ruckelte er etwas und den Blick über die rechte Schulter fand ich eingeschränkt, weil die hintere Strebe sehr breit ist. Der Außenspiegel machte dieses Manko aber sofort wieder wett, reine Gewohnheitssache also. Ich bin dann etwas durch Ehrenfeld gefahren und dann auf die Autobahn. Schließlich wollten wir wissen ob der kleine Dreizylinder laut ist und ob er sich als Urlaubsauto eignet. Wir waren überrascht, selbst bei Tempo 160 war er sehr leise und das ganze Fahrgefühl war auch bei dieser Geschwindigkeit überaus angenehm. Vor allen Dingen weil es sich hier schließlich um einen Kleinwagen handelt.

Der Verkäufer arbeitete uns dann ein Angebot aus. Zu Hause hatte ich eine Konfiguration über unser Wunschauto ausgedruckt, unsere Euphorie wurde jedoch schnell gebremst, als sich herausstellte das in der grünen Farbe kein zusätzliches Außendesign Paket bestellt werden konnte. In anderen Farben war es kein Problem, aber in der grünen Farbe nicht. Warum auch immer….das konnte der Verkäufer uns auch nicht beantworten. Wir entschieden uns für die Farbe weiß und da war das Außendesign dann auch kein Problem mehr. Ein weiterer Wunsch von uns war eine Anhängerkupplung für unsere Fahrräder. Diese war in der Konfiguration zwar vorhanden, aber leider findet man dort keinen Hinweis darauf, das der Einbau erst in der Werkstatt des Autohauses stattfindet und dies zusätzliche Kosten verursacht. Ebenso war es mit den vorderen Parksensoren, die ich als Zusatz angegeben hatte, auch diese konnten erst nachträglich eingebaut werden und somit wurden aus 135 Euro mal eben 440 Euro incl. Arbeitslohn. Das hat uns dann doch etwas verwundert. Ich bin der Meinung das ich auf solche Zusatzkosten irgendwo aufmerksam gemacht werden sollte und für mich hatte Nissan dadurch einen fahlen Beigeschmack bekommen.

Um 12 Uhr hatten wir unseren nächsten Termin, diesmal ging es ins Autohaus Ford Kierdorf und wir machten eine Probefahrt mit dem neuen Ford Fiesta. Vom Micra waren mein Göttergatte und ich schon begeistert, aber der Fiesta war tatsächlich noch einmal um ein bis zwei Klassen besser. Er hat einen sehr geräumiger Innenraum, alles hochwertig verarbeitet und optisch ansprechend, und auch von Außen machte er in seiner lagunenblauen Metallicfarbe eine sehr gute Figur. Ich fühlte mich von Anfang an sehr sicher und es war als ob ich den Fiesta schon ewig fahren würde. Kein Ruckeln beim Anfahren an der Ampel, was mein Göttergatte mir dann mit irgendwelchen technischen Dingen am Motor erklärte, die ich nicht wirklich verstanden haben. Egal…..es ruckelte nicht und damit war ich zufrieden.

Wieder ging die Fahrt durch Ehrenfeld und dann auf die Autobahn. Der Fiesta ist noch etwas ruhiger als der Micra, für einen Kleinwagen ist er sehr flott unterwegs und es machte mir einfach nur Spaß ihn zu fahren. Im Innenraum hatten wir ausreichend Platz und der Kofferraum ist groß genug für unser Urlaubsgepäck, zumal auch hier wieder eine Anhängerkupplung für die Fahrräder als Zusatzausstattung bestellt wird.

Da der Verkäufer mir beim ersten Gespräch schon ein sehr gutes Angebot gemacht hatte, wir vom Fiesta begeistert waren und er uns auf der ganzen Linie überzeugt hat, mussten wir nicht mehr lange überlegen. Dieses Auto soll es sein!!

Im Detail: Ein Ford Fiesta, 1,0 l Ecoboost Motor, 6-Gang Start-Stopp-System mit 100 PS, 3-türig, in der Farbe Lagunenblaumetallic mit fünf Türen, diversen Extras und Anhängerkupplung.

So wird er aussehen…(allerdings ohne Panoramadach)

Ford Fiesta 2017

 

Und hier waren auch keine versteckte Kosten zu erwarten, alles war so wie im Konfigurationsprogramm angegeben, alle Extras werden direkt im Werk eingebaut und verursachen keine zusätzlichen Lohn- und Arbeitskosten. Ganz so wie ich es als Kunde erwarte, wenn ich mir ein neues Auto zusammenstelle.

 

Nun muss ich mich noch ein paar Wochen gedulden, wahrscheinlich bis Mitte Januar 2018. 😯

Sobald der Fiesta bei uns angekommen ist, werde ich ihn euch selbstverständlich mit vielen Bildern vorstellen!!

 

 

 

Auto oder kein Auto…die Frage der Woche

Das war in der Tat die Frage der letzten Woche. Vor einigen Jahren haben wir unseren PKW verkauft, in der Stadt braucht man normalerweise keinen und für den Urlaub haben wir uns ständig schicke Autos geliehen, die sogar noch fast neu waren. Das hat sehr gut geklappt und wir haben uns auch damit sehr wohlgefühlt.

Da ich vor einigen Jahren auf öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad umgestiegen bin, mein Göttergatte sowieso ständig mit dem Fahrrad fährt und sich nur in absoluten Ausnahmefällen seiner Fahrgemeinschaft anschließt, kam irgendwann die Frage auf, was machen wir mit unserem Auto. Es stand auf seinem Einstellplatz, wurde nach dem Urlaub geputzt und eingepackt und dann stand es dort und wartete auf den nächsten Urlaub. Der TÜV Beamte schaute ziemlich irritiert und meinte, wenn wir mit dem Auto nicht fahren, dann würde der Flugrost an den Bremsen immer mehr zunehmen und es würde auf diese Art und Weise nicht mehr lange halten. Okay….also Auto weg….frei nach dem kölschen Motto: fott domet…..bruche mer net!

Jetzt bleibt aber ja nicht immer alles so wie es ist. Mir geht das Radfahren in Köln mittlerweile sehr auf die Nerven. Morgens früh zur Arbeit ist alles noch okay….kein Wunder…ich fahre in dem Zeitraum von 05.30 Uhr und 06.30 Uhr. Aber am Nachmittag….. das ist wirklich mittlerweile die Hölle. Gefühlt ist ganz Köln eine Baustelle, ständig werde ich auf die Straße umgeleitet, was natürlich die Autofahrer nicht sehr freut. Vor allen Dingen weil ich ja nicht die einzige Radfahrerin bin, die auf die Straße ausweichen muss. Die Radfahrer in Köln nehmen auch rasant zu. Das ist ein sehr gutes Zeichen…wenn denn auch mal die Stadtplaner den vielen Radfahrern etwas mehr Platz einräumen würden. Ich habe aber das Gefühl genau das Gegenteil passiert. Ich fahre seit ungefähr 25 Jahren mit dem Rad durch Köln und habe es noch nie als so nervend und gefährlich empfunden. Selten bin ich im Sommer so häufig auf die öffentlichen Verkehrsmittel ausgewichen als in diesem Jahr.

Womit wir bei den öffentlichen Verkehrsmitteln sind. Ich liebe es mit der Bahn zu fahren, sowohl in Urlaub als auch durch die Stadt. ABER…. auch hier wird es immer voller. Mein Weg führt von Braunsfeld nach Kalk, eigentlich ganz easy…..einsteigen….aussteigen… 5 Minuten Fußweg und rein ins Bürohaus. Jetzt wird aber natürlich auch in Kalk gebaut….. nach zig Jahren ein U-Bahn-Aufzug, endlich können auch Behinderte an dieser Haltestelle ein- und aussteigen. Ist schon schändlich genug das es jahrelang nicht so war. Diese Baustelle ist direkt vor dem Einkaufszentrum, den Köln Arcaden in Kalk. Aber nicht nur das, vor den Köln Arcaden ist auch noch eine große Außengastronomiefläche, und diese ist stark besucht. Es ist mir zwar unverständlich das man in diesem Chaos an Baustelle und Menschenmassen und Enge gemütlich Kaffee trinken kann, aber mit der Meinung stehe ich in Kalk wohl alleine da. Freie Sitzplätze sind dort Mangelware.

Durch dieses Chaos muss ich durch, um in die U-Bahn zu gelangen. Die U-Bahn Haltestelle ist eingeengt, weil dort ja der Aufzug gebaut wird (siehe oben). Und da es viele Menschen gibt, die von Kalk in die Innenstadt fahren, muss ich nicht erwähnen was da los ist. Es hilft nix….rein in die proppenvolle Bahn und ab durch die Stadt…. Direkt hinter der Innenstadt wird es in der Bahn dann etwas gemütlicher…..bis an der Haltestelle Melaten Kinder von drei Schulen die Bahn „stürmen“. Mittlerweile stehen an der Haltestelle Aufpasser, damit kein Kind in die Gleise fällt. Wie man an drei Schulen eine so enge Haltestelle bauen konnte, ist mir ein Rätsel. Und die armen Kinder haben ja nicht mehr nur einen kleinen Ranzen…die armen Pänz müssen richtig Gepäck mit in die Schule schleppen. Meistens sind die Ranzen größer als die Kinder selbst. Das kann einem echt leidtun.

Was also tun? Doch wieder ein Auto kaufen? Und wenn ja welches? Um auszuprobieren, wie es überhaupt mit dem Auto verkehrstechnisch klappt, haben wir nach unserem Wanderwochenende den Mietwagen von Europcar eine Woche länger gemietet und ich bin dann mit dem Auto zur Arbeit gefahren.


Wir hatten einen Ford Fiesta ST 1,6 Eco Boost, nicht zu groß für die Stadt und trotzdem komfortabel. Schon nach dem ersten Tag stand für mich fest: das will ich jetzt immer! Es war so entspannend morgens ins Auto zu steigen, Musik an, in 15 Minuten wieder aussteigen und ab ins Büro. Nachmittags waren es dann 20-25 Minuten, aber genauso entspannend. Der Fairness halber muss ich aber auch sagen das ich Gleitzeit habe. Morgens um 05.45 Uhr ist natürlich noch wenig auf den Straßen los und nachmittags um 14.45 Uhr / 15 Uhr ebenfalls. Von daher habe ich in der vergangenen Woche nicht zu den staugeplagten Autofahrern gehört.

Wie es dann weiterging mit dem Versuch, wieder mobil aufs Auto umzusteigen könnt ihr hier in den nächsten Tagen lesen…. ich habe jetzt eine Probefahrt….. 😀😎